Seit einiger Zeit erlauben sich Blogger den Spass, ihre mit dem Blog erwirtschafteten Einnahmen öffentlich zur Schau zu stellen. Was steckt dahinter, was ist Ziel dessen? Ich betreibe bereits seit vielen Jahren meine Weblogs, doch meine monatlichen Einkünfte mit den Besuchern zu teilen wäre mir, damals wie heute, nicht in den Sinn gekommen. Es scheint fast so, als würden die Männer ihr bestes Stück auf den Tisch legen um sehen wer den Längsten hat. Für mich einfach nur kindisches, pubertäres Verhalten.
Nun wird jedoch manch einer sagen, dass es mit Statistiken ähnlich funktioniert. Diese sind aber in Bezug auf die Vermarktung einer Webseite legitim. Schliesslich möchte ich wissen, welche Reichweite dieser Blog besitzt und ob die vom Blogbetreiber veranschlagten Preise auch gerechtfertigt sind.
Also, was steckt hinter diesem virtuellen Schwanzvergleich? Wirklich nichts anderes als mit anderen Bloggern um die Wette verdienen? Als Besucher kann ich nur sagen, dass mich dies mitunter vom Klicken auf Affiliate-Links abhält.

Natürlich kann es auch sein, dass ihr andere Blogger für das Thema Affiliate begeistern wollt, quasi zeigen wollt, dass man mit Blogs Geld verdienen kann. Wenn dem so ist, kann ich nur sagen – am Ziel vorbeigeschossen! Weshalb? Wenn ich jemanden begeistern möchte, dann zeige ich ihm anhand unterschiedlichster Szenarien, wie sich Blogs monetisieren lassen. Hier kann man gerne die Einnahmen zur Hand nehmen um beispielsweise steigende und sinkende Einnahmen mit durchgeführten Variantentests zu belegen. Stattdessen wird dem Leser zunächst mit einleitenden Worten und im Anschluss mit einer Auflistung der monatlichen Einnamen aus Google Adsense, dem Amazon Partnerprogramm, anderen Partnerprogrammen, Affiliate-Netzwerken und selbst vermarkteten Anzeigeplätzen gezeigt, wie viel Geld man doch verdienen kann.
Anfangs war es ein einzelner Blogger, der seine Einnahmen publizierte. Bei diesem Blog hatte es in Zusammenhang mit dem Thema auch noch gepasst. Dann kamen Copycats aus ihren Löchern gekrochen, witterten wohl etwas Zusatztraffic und sprangen gleich auf den in Fahrt gekommenen Zug auf. Am Besten gleich noch auf andere namhafte Blogs linken, die dem virtuellen Schwanzvergleich ebenfalls verfallen sind und Ihre Einnahmen öffentlich zur Schau stellen, damit ja genug Traffic anfällt.
Mir ist eigentlich egal was ihr mit euren Blogs an Einnahmen erwirtschaftet. Vielleicht solltet ihr euch mal mehr Gedanken darüber machen, wie viele der Blogger da draußen mehr verdienen, es allerdings nicht öffentlich zur Schau stellen.